Eine gute Einarbeitung ist das Fundament, auf dem exzellente Pflege wächst

Kaltstart in der Pflege

Kaltstart in der Pflege: Warum eine gute Einarbeitung der Schlüssel zur Qualität ist

In der Theorie ist die Aufgabe in der Langzeitpflege überall ähnlich: Menschen professionell betreuen und pflegen. Doch bei einem Kaltstart in der Pflege zeigt sich in der Praxis schnell: Pflegeheim ist nicht gleich Pflegeheim. Jeder Betrieb hat seine eigenen Abläufe, Standards und Nuancen.

Das Dilemma: Fachkraft ab Stunde eins

Wir alle kennen die Situation: Neue Teammitglieder sind hochmotiviert, doch der Pflegealltag ist eng getaktet. Oft bleibt keine Zeit für eine strukturierte Einführung. Die Konsequenz? Neue Kolleginnen und Kollegen springen sofort „ins kalte Wasser“ und erledigen ihre Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen sowie basierend auf ihren bisherigen Erfahrungen.

Das Ergebnis ist zwar meist solide, bringt aber zwei entscheidende Probleme mit sich:

  1. Mangelnde Effizienz: Ohne Kenntnis der hausinternen Wege und Logistiken entstehen unnötige Leerläufe.
  2. Verwässerung der Standards: Wenn jeder seine „eigene“ Art der Pflege mitbringt, weicht die tägliche Arbeit schleichend von den hausinternen Qualitätsvorgaben ab.

Sicherheit von der ersten Minute an

Hier setzt eine gezielte Einführungsschulung an. Es geht nicht darum, das Pflegen neu zu lernen, sondern das Ankommen im neuen System zu erleichtern.

Eine kurze, knackige Einarbeitung bietet enorme Vorteile:

  • Fehler vermeiden: Mitarbeitende müssen nicht erst aus „schlechten Erfahrungen“ lernen, sondern kennen die Leitplanken von Anfang an.
  • Sicherheit geben: Wer genau weiß, was von ihm erwartet wird, arbeitet selbstbewusster und entspannter.
  • Qualität sichern: Die betriebseigenen Vorschriften werden nicht nur gelesen, sondern direkt verinnerlicht und umgesetzt.

Fazit: Investition, die sich auszahlt

Für den Betrieb mag eine Schulung im ersten Moment wie ein Zusatzaufwand erscheinen. Doch langfristig ist sie eine Rendite für die Qualität: Weniger Reibungsverluste, ein zufriedeneres Team und eine Pflegequalität, die genau dem entspricht, was sich das Haus auf die Fahnen geschrieben hat.

Denn: Eine gute Einarbeitung ist das Fundament, auf dem exzellente Pflege wächst.

Wie sieht die Einarbeitung bei euch aus? Schreibt es uns in die Kommentare!

Qualität

Qualitätsmanagement, was bringt das?

Qualitätsmanagement: Das Erfolgsrezept für Ihr Unternehmen.

Warum ist es sinnvoll, in einem Unternehmen ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen? Ist ein Qualitätsmanagement das Erfolgsrezept für Ihr Unternehmen? Sind unsere Kunden wirklich zufrieden mit unseren Leistungen? Wann spricht man überhaupt von Qualität – und was bedeutet Qualität eigentlich?

Fragen wie diese werfen wichtige Überlegungen auf, denen wir im Folgenden kurz nachgehen möchten.

Was bedeutet Qualität, bzw. was ist die Definition von Qualität?

  • Erfüllung von Anforderungen/Spezifikationen:
    • Unsere Produkte, unsere Dienstleistung erfüllen alle festgelegten Spezifikationen, Normen oder gesetzlichen Anforderungen.
  • Kundenzufriedenheit:
    • Unsere Produkte oder Dienstleistungen erfüllen oder übertreffen die Erwartungshaltung unserer Kunden.
  • Gebrauchstauglichkeit/Zweckmäßigkeit:
    • Unsere Produkte oder Dienstleistungen sind für den vorgesehenen Zweck geeignet und erfüllen diesen effektiv und effizient.
  • Fehlerfreiheit/Mängelfreiheit:
    • Unsere Produkte sind fehlerfrei und qualitativ hochwertig.
  • Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit:
    • Unsere Produkte sind nachhaltig, zuverlässig und funktionieren über einen längeren Zeitraum

Was hat nun das Ganze mit Qualitätsmanagement zu tun?

Um Qualität in jeder Hinsicht zu liefern, sind erst einmal die Rahmenbedingungen zu kennen. D.h. gesetzliche Normen, Vorschriften, aber auch interne Anweisungen und Vorgaben sind zu berücksichtigen. Nur unter Einhaltung dieser Rahmenbedingungen kann Qualität entstehen.

Jedoch nicht allein die Erfüllung dieser Vorschriften führt zur Qualität und damit zum Erfolg ihrer Unternehmung. Verlässliche, transparente Prozesse sowie ein gemeinsames Verständnis, eine gemeinsame Haltung zum Thema Qualität, von der strategischen Ebene, über die Führung bis hin zur operativen Ebene, führen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Mit dem Einsatz eines Qualitätsmanagements wird es möglich alle am Konzept Qualität und damit zum Erfolg ihrer Unternehmung zu beteiligen. Sämtliche Prozesse in der Unternehmung sind dynamisch und ständigen Veränderungen unterworfen. Mit dem Einsatz eines Qualitätsmanagements wird es möglich diese effizient zu steuern und zu verwalten. Mit den im Qualitätsmanagementsystem enthaltenen Werkzeugen, wie der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP oder PDCA Zyklus), Audit, Zielmanagement, Weiterbildungsmanagement etc. können diese Veränderungen systematisch erfasst, ausgewertet und angepasst werden.

Fazit:

Der Einsatz eines Qualitätsmanagement Systems erlaubt dem Unternehmen eine ganzheitliche Sicht auf seine Prozesse, deckt Verbesserungspotentiale auf und unterstützt alle Beteiligten dabei, Qualität zu leben und so aktiv zum Unternehmenserfolg beizutragen.

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Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess KVP

Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess KVP, PDCA-Zyklus

Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess KVP ist eine Denk- und Vorgehensweise welcher in einem laufenden Zyklus kleine Verbesserungen zur Steigerung der Qualität und damit der Wettbewerbsfähigkeit erzielen will. Er ist zentraler Bestandteil eines Qualitätsmanagement Systems nach Norm ISO 9001. Dabei stehen die qualitätsrelevanten Prozesse der Organisation im Mittelpunkt.

Der KVP basiert dabei auf dem PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) auch Deming-Kreis, nach dem amerikanischen Physiker William Edwards Deming benannt.

PDCA Zyklus
Der KVP basiert dabei auf dem PDCA-Zyklus

Mit Fokussierung auf die Kunden und der damit verbundenen Erhöhung der Kundenzufriedenheit, erfolgt eine fortlaufende Analyse und Verbesserung der Prozesse und Ergebnisse.

PDCA Zyklus

Der PDCA Zyklus folgt den vier Phasen Plan, Do, Check, Act

Plan:

  • Welche Ziele verfolgen wir, welches Kernproblem müssen wir lösen?
  • Welche Ressourcen benötigen wir dafür?
  • welche Ressourcen stehen uns zur Verfügung um den Plan umzusetzen?
  • Welche Lösung bietet sich an um das vorhandene Problem mit dem Einsatz bestehender Ressourcen zu lösen?
  • Was müssen wir tun, dass der entworfene Plan Erfolg hat?

Do:

  • Umsetzungsphase des ersten Steps. Klare Zuständigkeiten und Verantwortungen sind dabei zwingend um den Plan erfolgreich umsetzen zu können.

Check:

  • Die Ergebnisse werden gegenüber der eingeschlagenen Vorgehensweise überprüft, bzw. mit dem Plan abgeglichen. Hat der Plan funktioniert und wurden die gewünschten Ergebnisse erzielt? Konnten die avisierten Ziele erreicht werden?

Act:

  • Sind die Ergebnisse aus dem Step Check den Erwartungen entsprechend, kann der eingeschlagene Weg als neuen Plan, als Standard festgelegt und übernommen werden. Das bedeutet, dass der angepasste Prozess entsprechend freigegeben und angewandt wird. Entsprechen die Ergebnisse nicht den Erwartungen, werden weitere Massnahmen eingeleitet.

Mit dem Einsatz des kontinuierlichen Verbesserungsprozess, oder eben PDCA Zyklus erzielt man wesentliche Vorteile.

Einfach zu verstehen:

  •  Mitarbeitende können einfach in den Prozess mit einbezogen werden, da der PDCA Prozess übersichtlich und klar verständlich ist. Sie können diesen ohne grosse Schulung nachvollziehen. Mitarbeitende sind zur Verbesserung von Prozessen eine sehr wichtige Ressource, sie sehen und spüren die Veränderungen und Verbesserungen unmittelbar und können ein entsprechende Rückmeldung geben.

Permanente Verbesserung:

  • Das Prinzip des geschlossenen Regelkreises ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung sämtlicher Prozesse im Unternehmen und damit eine Sicherstellung und Verbesserung der Qualität

Kontrolle und Analyse

  • Der PDCA Zyklus beinhaltet die Analyse des eingeschlagenen Wegs und die Kontrolle der Ergebnisse. Eine laufende Verbesserung des Prozesses entsteht und das Wissen der Beteiligten erweitert sich.

Systemunterstützung

Um einen KVP umzusetzen, bietet sich eine Systemunterstützung wie z.B. die Q-Meldungen in Limsophy BPM an. Durch den Zugang über Web, können sämtliche beteiligen Personen im Betrieb einfach mit einbezogen werden. Mit der Erfassung der Vorgänge entsteht gleichzeitig eine lückenlose Nachverfolgbarkeit sämtlicher durchgeführten Änderungen der Prozesse und deren Ergebnisse.

Qualitätsstandards

Qualitätsstandards wie sanaCERT, Qualivista, Swiss Care Excellence Certificate SCEC oder ISO 7101, SODK Ost folgen dem Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen und Ergebnissen.

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CIRS

CIRS: Aus Fehlern lernen, Sicherheit gewinnen

Das Critical Incident Reporting System (CIRS) ist ein zentrales Instrument zur anonymen Erfassung von kritischen Ereignissen (Critical Incidents) und Beinahe-Fehlern (Near Misses). Als Herzstück des modernen Verbesserungsmanagements ermöglicht es die kontinuierliche Optimierung von Prozessen und schützt präventiv vor unvorhersehbaren Zwischenfällen

Mehr Sicherheit und Qualität durch Transparenz

Im Gesundheitswesen dient CIRS dazu, Gefahren frühzeitig zu identifizieren und gezielte Gegenmassnahmen einzuleiten. Das System basiert auf zwei tragenden Säulen: Freiwilligkeit und Anonymität.

Erfasst werden dabei nicht nur der Ort und die Umstände des Ereignisses, sondern explizit auch wertvolle Vorschläge zur Fehlervermeidung. Durch systematische Auswertungen decken Sie Qualitätslücken auf und entwickeln Ihre Dienstleistungen konsequent in Richtung Exzellenz weiter.

Massgeschneidert für Ihre Anforderungen

Ein effektives CIRS ist kein Standardprodukt, sondern so individuell wie Ihr Betrieb. Es gibt Ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, aktiv zur Sicherheit von PatientInnen, BewohnerInnen, Besuchenden und dem eigenen Team beizutragen.

Key Takeaways

  • Prävention: Anonyme Meldung von kritischen Ereignissen und Beinahe-Fehlern zur Risikominimierung..
  • Prozessoptimierung: Wesentlicher Bestandteil des Qualitätsmanagements für kontinuierliche Verbesserungen.
  • Schutzraum: Maximale Diskretion durch Anonymität fördert eine offene Fehlerkultur.
  • Datengestützte Analyse: Identifikation von Qualitätslücken durch spezifische Auswertungen.
  • Flexibilität: Individuelle Implementierung in Limsophy BPM, abgestimmt auf Ihre betrieblichen Strukturen.

Adresse

Stark Partner
Postfach
8625 Gossau
044 558 90 30
info[at]starkpartner.ch

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