• Elektronisches Patientendossier: Zertifizierung erfordert Zeit

    Foto: Lisa Maire

    Das erste elektronische Patientendossier (EPD) wird erst im Sommer und nicht schon im Frühling angeboten werden können. Grund ist die Zertifizierung der Stammgemeinschaften, der zukünftigen Anbieter des EPD, die mehr Zeit in Anspruch nimmt, als geplant. Bis zum vorgesehenen Einführungstermin vom 15. April 2020 dürfte mindestens eine der acht Stammgemeinschaften die Zertifizierung abgeschlossen haben und im Sommer den Betrieb aufnehmen können. Die anderen Stammgemeinschaften folgen bis im Herbst.

    Eine Vielzahl von Akteuren arbeiten derzeit an der Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD). Neben den dezentralen Stammgemeinschaften, die das EPD anbieten werden, sind dies die Entwickler der technischen Plattformen, die Zertifizierungsstellen, die Akkreditierungsstelle und die Anbieter von elektronischen Identifikationsmitteln.

    Der Aufbau der Stammgemeinschaften und der technischen Plattformen hat gut funktioniert. Die Zertifizierung der Stammgemeinschaften sowie die anschliessende Akkreditierung der Zertifizierungsstellen dauern aber länger als ursprünglich geplant. Die Zertifizierung stellt sicher, dass der Schutz der Patientinnen und Patienten gewährleistet ist und die Stammgemeinschaften die strengen Voraussetzungen des EPD-Gesetzes erfüllen. In der Folge werden sich Akutspitäler, Reha-Kliniken und stationäre Psychiatrien einer zertifizierten Stammgemeinschaft anschliessen können.

    Programmausschuss nimmt Verzögerung zur Kenntnis

    Der Programmausschuss von Bund und Kantonen zum EPD hat zur Kenntnis genommen, dass es in diesem komplexen Projekt mit seiner dezentralen Struktur zu Verzögerungen kommt. Er anerkennt, dass der Umfang des Zertifizierungsverfahrens zum Zeitpunkt der Gesetzgebung nicht genau abgeschätzt werden konnte. Der Programmausschuss erwartet aber, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz bis im Herbst 2020 ein EPD eröffnen können. Er klärt zudem ab, ob die Stammgemeinschaften die Zeit bis zur endgültigen Zertifizierung mit einer Testphase optimal nutzen können. Für die Gesundheitsversorgung in der Schweiz hat ein um einige Wochen bis Monate verzögerter EPD-Anschluss der Spitäler keine negativen Konsequenzen.(pd.)

    Den Originaltext können Sie hier lesen: http://www.lokalinfo.ch/news/datum/2020/02/20/elektronisches-patientendossier-zertifizierung-erfordert-mehr-zeit/.

  • Laut New Market Report soll der Markt für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen in naher Zukunft das höchste Wachstum verzeichnen

    Der Studienbericht mit dem Titel Global Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen Market bietet eine eingehende Analyse dieses Marktes auf der ganzen Welt. Die Studie zielte darauf ab, aktuellen und potenziellen Akteuren in diesem Markt genaue Einblicke zu bieten, um den Vorteil gegenüber ihren Wettbewerbern zu erzielen. Der Bericht enthält dazu eine Zusammenfassung aller wertvollen Marktzahlen und untersucht die günstigen Faktoren, die voraussichtlich die Wachstumsrate des Marktes bestimmen, sowie die einschränkenden Faktoren. Der Bericht hebt auch die aufkommenden Trends auf dem Weltmarkt hervor und erstellt auch ein klares Bild der verschiedenen Faktoren, die den globalen Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen Markt in den kommenden Jahren bestimmen werden. Der Bericht bietet eine SWOT-Analyse des globalen Marktes, um Unternehmen dabei zu helfen, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und ihnen ein klares Bild der auf dem Markt vorhandenen Chancen zu geben. Für die Zwecke der Studie haben Marktanalysten strenge Primär- und Sekundärforschungstechniken eingesetzt. Dies macht die Analysen und Prognosen genauer und hilft Analysten, den Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen Markt aus einer breiteren Perspektive zu untersuchen..
     

  • Steger und Gampjer machen Altersheim Konkurrenz

    Das Alters- und Pflegeheim bietet auch ausserschulische Angebote an. Doch nun erhalten diese womöglich Konkurrenz: Die Gemeinden prüfen eigene Strukturen. Das passt nicht allen.

    Zwischen dem Verantwortlichen des Steger «Haus der Generationen St. Anna» und den Gemeinderäten von Gampel-Bratsch sowie Steg-Hohtenn brodelt es. Dabei im Fokus: die verschiedenen ­Familien- und ausserschulischen ­Angebote nebst der Pflege und ­Betreuung von betagten Menschen, welche im St. Anna bereits seit mehreren Jahren bestehen. Konkret sind dies eine Säuglingskrippe, eine Kita für Vorschulkinder, ein Mittagstisch und ausserschulische Betreuung (täglich auch während der Schulferien). All das steht Familien der vier Gemeinden Raron, Niedergesteln, Gampel-Bratsch und Steg-Hohtenn zur Verfügung.

    Parallelstruktur in Planung

    Doch nun sorgt gerade der Bereich der ausserschulischen Betreuung für rote Köpfe: Denn die Gemeinden Gampel-Bratsch und Steg-Hohtenn wollen künftig eigene ­Tagesstrukturen für Schüler, welche direkt der Schule angegliedert werden sollen. «Bei einer gemeinsamen Sitzung haben sich die beiden Gemeinderäte dafür ausgesprochen. Eine Projektgruppe soll den Aufbau und die Umsetzung erarbeiten», ist aus dem örtlichen Mitteilungsblatt «Weibil» zu entnehmen. Die Verantwortlichen des St. Anna fühlen sich vor den Kopf gestossen. «Zwei Parallelstrukturen in zwei Dörfern machen absolut keinen Sinn», sagt St.-Anna-Vereinspräsident Walter Schnyder. Die Faktenlage sei eindeutig: Die Strukturen würden funktionieren und seien etabliert, das fachspezifische Personal sei eingearbeitet und die Rückmeldungen der Eltern durchwegs positiv. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum die beiden Dörfer eigene Strukturen auf die Beine stellen wollen, wenn sie bereits welche haben. «Weil wir das Bedürfnis in der Bevölkerung nach einer Vergrösserung des Angebots spüren. Zudem trägt eine Erweiterung der bestehenden Strukturen zur Erhöhung der Attraktivität einer Wohngemeinde bei», begründet Projektleiterin Astrid Hutter die ­Initiative.

    Verhärtete Fronten

    Sie betont jedoch, dass man mit den Planungen erst Anfang Jahr begonnen habe und noch keine Entscheide getroffen worden seien. Mit den Verantwortlichen des Kantons sowie dem St. Anna haben aber bereits Gespräche stattgefunden und erste Vorschläge werden in absehbarer Zeit den Gemeinderäten unterbreitet. Hutter stellt klar, dass man die bestehende Dienstleistung des St. Anna nicht konkurrenzieren wolle, eher sehe man sich als Ergänzung. «Es ist noch alles ­offen», sagt sie. Für Schnyder steht hin­gegen bereits fest: «Wenn es eigene Strukturen geben sollte, werden wir im St. Anna die ausserschulische Betreuung nicht mehr anbieten.» Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man die Dienstleistung auch weiterhin anbieten möchte.

    Heikle Ausgangslage

    Das ist mutmasslich auch im Interesse von Niedergesteln und Raron. Denn laut Schnyder würde mit der Einstellung der Dienstleistung im St. Anna die ausserschulische Betreuung für die dortigen Familien wegfallen. Interessanterweise ­sitzen aus diesen Dörfern Gemeindevertreter gleichzeitig im Vereinsvorstand St. Anna. Namentlich Fridolin Imboden als Gemeindepräsident von Niedergesteln, welcher auf Anfrage «darüber noch reden» muss, und Rarons Gemeindevizepräsident Jörg Schwestermann: «Dieses Szenario muss noch diskutiert werden.» Heikler ist die Ausgangslage in Gampel-Bratsch und Steg-Hohtenn, welche die eigenen Struk­turen wollen. Denn aus Steg-Hohtenn ist Gemeindepräsident Philipp Schnyder und aus Gampel-Bratsch alt Gemeindepräsident Konrad Martig ebenfalls St.-Anna-Vorstandsmitglied. Wie innerhalb des Gremiums damit umgegangen wird und ob sich eine Lösung für die verhärteten Fronten abzeichnet, wird sich womöglich demnächst zeigen. Es sind verschiedene Sitzungen geplant.

    Hier können Sie den Originaltext lesen auf der Seite von: https://www.1815.ch/rhonezeitung/zeitung/region/steger-und-gampjer-machen-altersheim-konkurrenz-149537/.