Was ist das EPD?

Das elektronische Patientendossier (EPD) ist eine Sammlung persönlicher Dokumente mit Informationen rund um Ihre Gesundheit. Über eine sichere Internetverbindung sind diese Informationen sowohl für Sie als auch Ihre Gesundheitsfachpersonen jederzeit abrufbar. Sie selbst bestimmen, wer welche Dokumente wann einsehen darf.

Welche Vorteile hat das EPD für Sie?

Mit dem EPD erhalten Sie die Kontrolle über Ihre Dokumente und ermöglichen Ihren Gesundheitsfachpersonen einen raschen und einfachen Zugang zu wichtigen Informationen. Sie stehen damit im Zentrum – auch beim Informationsaustausch.

Wie funktioniert das EPD?

In Ihrem EPD legen Sie fest, welche Gesundheitsfachperson auf welche Ihrer Dokumente zugreifen darf. Sie können eigene Dokumente ins EPD ablegen, das Zugriffsprotokoll einsehen und Stellvertretungen bestimmen. Dafür brauchen Sie lediglich einen Internetzugang und eine sichere elektronische Identität.

Wie sicher ist das EPD?

Der Datenschutz und die Datensicherheit sind beim EPD von zentraler Bedeutung. Dafür sorgen das Datenschutzgesetz und das Bundesgesetz zum EPD. Jeder Anbieter des EPD wird umfassend geprüft, zertifiziert und regelmässig kontrolliert. Damit wird sichergestellt, dass Ihre Dokumente im EPD vor fremden Zugriffen geschützt und sicher abgelegt sind.

Wann wird das EPD eingeführt?

Das EPD wird schrittweise eingeführt. Im Frühjahr 2020 wird es auch in Ihrer Region verfügbar sein.

Wer bietet das EFD an?

Anbieter eines EPD sind organisatorische Zusammenschlüsse von Gesundheitsfachpersonen und ihren Einrichtungen: sogenannte «Gemeinschaften» oder «Stammgemeinschaften». Mitglieder einer (Stamm-)Gemeinschaft sind etwa Spitäler, Pflegeheime, Geburtshäuser, Arztpraxen, Apotheken, Spitex-Dienste oder Rehabilitationskliniken.

Was versteht man unter Gemeinschaften bzw. Stammgemeinschaften?

Das elektronische Patientendossier (EPD) ist ein Zusammenschluss von einzelnen autonomen Projekten. Dabei organisieren sich Gesundheitsfachpersonen und ihre Organisationen in einem technisch-organisatorischen Verbund. Solche Verbünde heissen «EPD-Gemeinschaften».

In einigen Gemeinschaften können die Patientinnen und Patienten ihr persönliches EPD eröffnen. Solche Gemeinschaften nennt man «Stammgemeinschaften». Gemeinschaften und Stammgemeinschaften können dezentral in den Versorgungsregionen entstehen, zum Beispiel in einem Kanton oder übergreifend in mehreren Kantonen. Hier können sich alle Gesundheitsfachpersonen und ihre Einrichtungen anschliessen, also beispielsweise Spitäler, Pflegeheime, Arztpraxen, Apotheken oder Spitex-Dienste.

Kann ich meinen EPD-Anbieter frei wählen?

Die Gesundheitsfachpersonen oder Gesundheitseinrichtungen, die am EPD teilnehmen wollen oder müssen, sind in der Wahl ihrer (Stamm-)Gemeinschaft frei, sofern die Kantone ihren Gesundheitseinrichtungen die Wahlfreiheit gewähren. Auch Patientinnen und Patienten können den Anbieter des EPD unter den Stammgemeinschaften frei wählen und jederzeit wechseln.

Wie beteilige ich mich am EPD?

Um am EPD teilzunehmen, müssen Sie sich einer Gemeinschaft anschliessen und deren Eintrittsprozess durchlaufen:

1. Wahl des EPD-Anbieters
Auf dieser Webseite werden Sie alle zertifizierten Anbieter mit den wichtigsten Angaben finden. Falls Sie in einer Gesundheitsinstitution arbeiten, wird diese möglicherweise darüber entscheiden, welcher EPD-(Stamm-)Gemeinschaft sie beitritt.

2. Aufnahmeprozess
Für die Aufnahme einer Gesundheitsfachperson in eine EPD-(Stamm-)Gemeinschaft gibt es einen klar definierten Prozess, über den Sie Ihr EPD-Anbieter informiert. An die Gemeinschaft angeschlossen wird immer eine Gesundheitseinrichtung, nicht eine Einzelperson. Das heisst z. B.: Auch als selbstständige Hebamme beteiligen Sie sich am EPD, indem Sie zunächst Ihren Einzelbetrieb anschliessen.

Der Text stammt von der Webseite Patientendossier.ch, die offizielle Informationsplattform zum elektronischen Patientendossier (EPD) von eHealth Suisse, Bund und Kantonen.